Aktuell

mutternacht_klein_weblog

Pressegespräch und Filmabend

9. und 11. Mai 2017

Am 11. Mai lädt die Plattform  mutternacht_klein_weblog zum Filmabend ein:

“I Am Nojoom, Age 10 and Divorced”
Khadija Al-Salami, Spielfilm, 96 Min, Arabische Originalversion m. englischen Untertiteln
Muhr Award for Best Arab Film 2014

NOJOOM_05
Donnerstag, 11. Mai von 17:00 bis 19:30 Uhr
Urania Kino, Uraniastr. 1, 1010 Wien
Reservierungen bitte unter:
Anmeldung
Eintritt frei!

 

Allein die Bezeichnung ist ein Skandal: „Kinderbraut“. Als ob hier jemals ein freiwilliges Jawort gegeben worden wäre. Basierend auf Tatsachen erzählt die Dokumentarfilmerin Khadija Al-Salami in ihrem Spielfilm von einem Mädchen aus dem Jemen (Reham Mohammed), das von ihren Eltern zwangsverheiratet und vom Mann missbraucht wird und schließlich vor dem Richter die Scheidung verlangt. Die Filmemacherin selbst wurde bei Nojoom (der Name wurde für den Film geändert) vorstellig: Sie musste als Elfjährige dasselbe Schicksal erleiden. Sie drehte vor Ort im Jemen unter extremen Bedingungen (der Inhalt des Films musste geheim gehalten werden) eine Geschichte von Unbeugsamkeit und Mut.

Im Anschluss an den Film folgt ein Publikumsgespräch mit Petra Bayr (Gründerin der Plattform Mutternacht), Barbara Wagner (Amnesty International Österreich Netzwerk Frauenrechte) und Julia Rainer (Sprecherin des Frauenkomitees der Bundesjugendvertretung) statt.

Am 9. Mai lädt die Plattform mutternacht_klein_weblog zum Pressegespräch zum Thema
Kinderehe ein:
Die Plattform Mutternacht macht anlässlich des Muttertages auf die teils lebenslangen Folgen
von Kinderehen aufmerksam. Jährlich werden 15 Millionen Mädchen vor deren 18 Lebensjahr
verheiratet, fast immer gegen deren Willen. Die Konsequenzen sind schlechtere Chancen auf
Bildung, Gesundheitsrisiken und Störungen in deren Entwicklung. Die größte Gefahr ist eine
Schwangerschaft. Bis vor wenigen Jahren war die Haupttodesursache von15-19 Jährigen Mädchen im globalen Süden Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Diese wurde vom Selbstmord abgelöst. Die teils dramatischen Folgen von Kinderehe im In- und Ausland sind Thema des heurigen Pressegesprächs.

Am Podium: Julia Alfandari, Gender Advisor bei CARE Österreich
Monika Pinterits, Kinder- und Jugendanwältin Wien
Dienstag, 9. Mai 2017 um 10 Uhr
VinziRast – mittendrin, Dachatelier, Lackierergasse 10, 1090 Wien

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Übergabe Brief BM Kurz_neuEine Delegation der Plattform Mutternacht hat am Freitag, 8.7.2016 einen offenen Brief an Außenminister Sebastian Kurz übergeben. Darin fordert sie die österreichische Regierung auf, den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen neuerlich mit zwei Millionen Euro zu dotieren, damit Schwangerschaft und Geburt für Frauen bald kein Lebensrisiko mehr darstellen. Weiteres fordert die Plattform Mutternacht den Schwerpunkt bei der internationalen Zusammenarbeit auf die Umsetzung der sexuellen und reproduktiven Rechte zu setzen und dies durch eine entsprechende Dotierung im Budget 2017 bis 2020 festzulegen. Damit würde Österreich seinen Beitrag zur Erreichung des Ziel 3 der Agenda 2030 der Vereinten Nationen leisten: bis zum Jahr 2030 die Müttersterblichkeit auf maximal 70 Todesfälle pro 100.000 Geburten (bei aktuell 216 Todesfällen) zu senken.

Den offenen Brief können Sie hier lesen.


 

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Auch heuer hat die Plattform Mutternacht auf die hohe Müttersterblichkeit im Globalen Süden und auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen auf der Flucht hingewiesen. Die Berichte vom Filmabend und der Pressekonferenz der  Aktion 2016 können Sie hier nachlesen.

 


Das aktuelle Factsheet der Plattform Mutternacht ist online zum Thema:

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte von Frauen als Grundlage für Frauen- und Müttergesundheit mit Fokus auf Frauen und Mädchen auf der Flucht.

Hier zum herunterladen: Factsheet (Stand April 2016)


CARE International hat im Mai 2016 einen Report zu „Gender and women’s empowerment in crises“ herausgebracht.

Der Report kann hier gelesen werden.


Gleichstellung der Geschlechter – wo stehen wir heute?

UN Women hat eine Infografik erstellt, die Fortschritte und Herausforderungen für die Erreichung von Gender Equality darstellt (Stand: September 2015).

Gender Equality: Where are we today?

 

Neue Studie zu Müttersterblichkeit

Die Entwicklung der Müttersterblichkeit zwischen 1990 bis 2015 wurde in einer aktuellen Studie vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im November 2015 veröffentlicht.

Studie zur Entwicklung der Müttersterblichkeit 1990-2015

Im Bericht wird das Erreichen des 5. Millennium Development Goals – die Reduktion der Müttersterblichkeit um 75% bis 2015 – analysiert. Die Müttersterblichkeit hat sich weltweit in den vergangenen 25 Jahren fast halbiert. Während 1990 noch 532.000 Mütter starben, werden es 2015 Schätzungen zufolge 303.000 sein. Alle Fälle von Müttersterblichkeit zu beenden, ist das neue Ziel bis 2030, so die WHO. Um dies zu erreichen, braucht es jedoch viel mehr Hebammen. Außerdem müsste die Müttersterblichkeit dreimal so schnell sinken wie in den vergangenen 25 Jahren, um die Müttersterblichkeit bis 2030 auf 70 Fälle pro 100.000 Geburten zu senken.

 

Links zur Studie:
Trends in Maternal Mortality: 1990 to 2015
Estimates by WHO, UNICEF, UNFPA, World Bank Group and the United Nations Population Division
Full report, pdf, 5 MB, english
Executive summary, pdf, 1 MB, english